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Als Autokamera oder Dashcam (Kofferwort aus englisch dash board ‚Armaturenbrett‘ und camera ‚Kamera‘) wird eine Videokamera bezeichnet, die während der Fahrt frontal aufzeichnet.

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Produktinformationen Produktbeschreibung › Produktbeschreibung › Produktbeschreibung › Produktbeschreibung › Produktbeschreibung › Produktbeschreibung ›
Produktbezeichnung Dashcam Autokamera 1296p mit Nachtsicht PEBA Dash Camera Dashcam WiFi Full HD 1080P Autokamera Crosstour Mini Dashcam 1080P Full HD Autokamera Auto Dash Camera Full HD 1080P Dashcam Autokamera Video Recorder Dashcam Full HD Autokamera
Megapixel 2K Extreme HD und Night Vision bis 1080P 30fps mit WDR Technologie, welches Ihnen eine gute Videoauflösung liefert, klare Fotos(12M) und nie einen Kennzeichen 12MP Full HD 1080P 1080P 1080FHD (1920*1080)
Extras 【Loop Recording & Emergency Lock Button】 Wenn die Speicherkarte voll ist, startet die Kamera von den ersten Dateien zum Aufzeichnen, löscht die Dateien automatisch vom ältesten zum neuesten und behält immer die wichtigen Fragmente auf Ihrer SD-Karte Super Nachtsicht Loop-Aufnahme IPS Bildschirm 170¡ã Weitwinkel Weitwinkelobjektiv, HDR, Loop-Aufnahme, und Bewegungserkennung(CR700) Loop-Aufnahme, Bewegungserkennung, Parkmonitor Mikrofon / Lautsprecher: Eingebaut Infrarotfunktion, WDR, Bewegungserkennung, Parkmonitor, Loop-Aufnahme,
Display zoll 2.7 Zoll 2,45 Zoll 2 Zoll 3 Zoll LCD 3 Zoll 2,7 Zoll
Full-HD 1080p Full HD 1080P FULL HD 1080P – Full HD 1080P Full HD 1080P 1080P
Sensor G-Sensor G Sensor G-Sensor G-sense, G-Sensor G-Sensor
Produktgewicht 308 g 299 g inkl. Verpackung: 381 g 422 g inkl. Verpackung: 440 g 349 g
Batterien 1 Lithium-Polymer 1 Lithium-Polymer 1 Lithium-Polymer 1 Lithium-Polymer Batterien erforderlich (enthalten). Batterie: Eingebaute Lithium-Polymer-Batterie 1 Lithium-Polymer Batterien
Größe 11 x 5 x 2,6 cm ;   9,8 x 4,2 x 4,8 cm 8,2 x 4,6 x 1,1 cm ; 13,5 x 10 x 0,7 cm
Preis 59,99 59,95 69,99 49,99 49,95 69,95
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Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigenständige Geräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kamera wird meist am Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe befestigt. Als Befestigungsmaterial werden oft Saugnapfhalterungen oder Klebepads verwendet.

Bei einer Dashcam werden, im Gegensatz zu herkömmlichen Videoaufnahmesystemen, ununterbrochen Aufnahmen in einer Schleife gespeichert. Nach Ablauf einer programmierbaren Zeit oder bei Erreichen des Speicherlimits des Speichermediums werden ältere Aufnahmen überschrieben. Diese Funktion wird oft als Loop-Aufnahme bezeichnet.[1] Die Inhalte werden digital gespeichert. Typischerweise unterstützt werden SD Memory Cards und MicroSD-Karten bis zu 32 GB (SDHC) und bei neueren Dashcams bis zu 64 GB (SDXC) Speicherkapazität. Überwiegend werden die Videodaten nach dem H.264-Standard gespeichert, so dass sich die Aufnahmen auf den meisten handelsüblichen Computersystemen betrachten lassen.

Viele Kameras besitzen einen Beschleunigungssensor (G-Sensor), der im Falle eines Unfalls das aktuelle Video mit einem Schreibschutz versieht. Damit wird sichergestellt, dass das Video nicht überschrieben wird. Bei falscher Justierung und einer holprigen Fahrt kann dies jedoch zu ungewollten Auslösern des Schreibschutzes führen.[2] In einigen Autokameras ist der Bewegungssensor ein- sowie ausschaltbar sowie seine Empfindlichkeit regulierbar.

Manche Dashcams verfügen über einen integrierten GPS-Empfänger. Die hieraus ermittelten Daten, die jeweilige Position und die gefahrene Geschwindigkeit, können so je nach Modell direkt in die Aufnahmen eingeblendet oder zur späteren Auswertung genutzt werden.

Es gibt auch Kameras mit Fahrerassistenzsystemen, beispielsweise Spurhalteassistent, Abstandswarner (englisch Front Collision Warning System, kurz FCWS), sowie Verkehrszeichenerkennung. Durch die unmittelbare Anzeige der gefahrenen sowie der zulässigen Geschwindigkeit auf dem rückwärtigen Display können diese Systeme Funktionen ähnlich eines Head-up-Displays übernehmen.

Alternative Systeme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilweise eine Alternative zu Dashcam sind sogenannte Dashcam-Apps. Hierbei handelt es sich um eine Softwarelösung in Form einer Mobile App für ein Smartphone mit Kamera, Satellitennavigation und Beschleunigungssensor. Besonders für das Betriebssystem Android und für das iPhone gibt es zahlreiche Dashcam-Apps.

Während Dashcam-Geräte an sich 50 bis 300 Euro kosten, sind viele Dashcam-Apps gratis oder für wenige Euro zu haben. Da Dashcam-Geräte gegenüber Dashcam-Apps in der Regel fest montiert sind und nicht vor jeder Fahrt neu montiert werden, bieten Dashcam-Geräte wie auch dedizierte Navigationsgeräte mehr Bedienkomfort. Zudem sind Smartphone-Kameras meist nicht dafür ausgelegt, eine Nachtfahrt aufzunehmen. Die Videoqualität und der Weitwinkel von neueren Dashcams erreicht einen Blickwinkel von bis zu 160 Grad und ist damit einem Smartphone überlegen. Dashcam-Apps eignen sich eher für spontane Aufnahmen.

Smartphone-Akkus sind temperaturempfindlich. Im Sommer oder bei langem starkem Lichteinfall kann die zulässige Betriebstemperatur überschritten werden. Dies birgt ein Explosionsrisiko. Fest montierte Dash-Cams enthalten daher zumeist einen weniger temperaturempfindlichen Kondensator.

Als weitere Alternative bieten sich Action-Camcorder an, die dauerhaft über das Bordnetz mit Energie versorgt werden.

Verwendung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autofahrer installieren diese Kameras überwiegend, um Verkehrsabläufe zu dokumentieren und so die Frage des Verschuldens von Verkehrsunfällen zu beweisen oder Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zur Anzeige bringen zu können oder zur Dokumentation von Polizeikontrollen. Allerdings kann sich bei einem Eigenverschulden die Dashcam-Aufnahme auch zum Negativen des Besitzers auswirken, da die Polizei je nach Land das Recht besitzt, die Aufnahme sicherzustellen.[3]

Rechtliche Situation einzelner Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2018 erklärte der Bundesgerichtshof (BGH) die Verwendung von Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel vor deutschen Zivilgerichten zur Klärung von Verkehrsunfällen für zulässig. „Dashcams dürfen bei Verkehrsunfällen als Beweismittel verwertet werden“, entschieden die Richter. Die Aufnahmen verstießen zwar gegen das Datenschutzrecht, da aber Unfallbeteiligte ohnehin Angaben zu Person, Versicherung und Führerschein machen müssten, sei dies nachrangig.[4]

Bezüglich des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) wird in Medienkommentaren[5] und Äußerungen der Datenschutzbehörden die Ansicht vertreten, dass bereits der laufende Aufnahmevorgang der Kamera einen Verstoß gegen § 6b Absatz 1 Nr. 3 und Absatz 3 BDSG darstellt. So erklärte der Düsseldorfer Kreis der Landesbehörden für den Datenschutz im nichtöffentlichen Bereich, der Einsatz der Kameras sei unzulässig, weil er einen gravierenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der Verkehrsteilnehmer darstelle und deren schutzwürdige Interessen überwiegend seien.[6] Grundsätzlich steht die datenschutzrechtliche Literatur den Fahrzeugkameras höchst kritisch gegenüber.[7] Andere Stimmen in der Literatur schlagen daher eine modifizierte Dashcam vor, welche den Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung der anderen Verkehrsteilnehmer durch datenschutzfreundliche Technikgestaltung der Kamera verringert.[8]

In der deutschen Bevölkerung selbst war das Meinungsbild über Dashcams im Jahr 2015 uneinheitlich. Laut einer Umfrage im Auftrag des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom[9] waren 58 Prozent der Meinung, dass Dashcams zur Verkehrssicherheit beitragen würden. 67 Prozent wünschten sich, dass Dashcam-Videos als juristische Beweismittel zugelassen werden. Auf der anderen Seite fanden 54 Prozent, dass Dashcams eine Atmosphäre der Überwachung erzeugen und 45 Prozent fürchteten, die Kameras könnten den Fahrer vom Verkehr ablenken. 26 Prozent fanden, Dashcams stellen einen Eingriff in die Privatsphäre anderer Verkehrsteilnehmer dar und sollten verboten werden.[10]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich vertritt die Datenschutzbehörde die Rechtsauffassung, dass Dashcams der im Datenschutzgesetz festgelegten Meldepflicht und dem Registrierungsverfahren für Videoüberwachungen unterliegen. Im bislang einzigen Bescheid über einen entsprechenden Antrag lehnte die Datenschutzkommission im Februar 2012 die Registrierung ab und untersagte dem Antragsteller damit den Einsatz.[11] Nach Ansicht der Behörde ist der Betrieb von Dashcams durch Private in Österreich grundsätzlich nicht zulässig. Der Bescheid wurde vom Antragsteller keiner gerichtlichen Überprüfung zugeführt, insgesamt geht die Datenschutzbehörde davon aus, dass die Entwicklung „noch nicht abgeschlossen“ sei.[12]

Der österreichische Verwaltungsgerichtshof hat das Verbot der Verwendung von sogenannten „Dashcams“ im Straßenverkehr in der Rechtssache Ro 2015/04/0011 mit Erkenntnis vom 12. September 2016 bestätigt. Dabei bejahte er grundsätzlich die rechtliche Befugnis Privater zur Videoüberwachung (auch) öffentlicher Orte, sofern ein privatrechtliches Rechtsverhältnis des Auftraggebers zum überwachten Objekt oder zur überwachten Person besteht. Diese Voraussetzung sah der VwGH im von ihm zu beurteilenden Fall erfüllt. Ungeachtet des Vorliegens der rechtlichen Befugnis erachtete der VwGH die Videoüberwachung mittels Dashcam jedoch als nicht verhältnismäßig und im Ergebnis als nicht zulässig.[13] Inwieweit jedoch der mittels Dashcam-Videoüberwachung erlangte Beweis verwertet werden darf, ist derzeit noch nicht geklärt.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Digitec war die Nachfrage nach Dashcams im Sommer 2013 noch „gering, jedoch stark steigend“.[3] Das Bundesamt für Strassen sieht in Dashcams keinen Verstoß gegen das Strassenverkehrsrecht, solange „die Kamera das Sichtfeld des Lenkers nicht einschränkt und er die Kamera während der Fahrt nicht bedient.“[3] Demgegenüber sieht man im Amt des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten eine Verletzung des Datenschutzgesetzes, da bei Dashcam-Aufnahmen unweigerlich auch Personen zu erkennen sind und diese im Rahmen der vorgeschriebenen Transparenz nicht vorweg informiert werden. Aus diesem Grund veröffentlichte das Amt im Juli 2013 eine Erläuterung mit der Empfehlung, auf Dashcams zu verzichten.[14] Für die Versicherung AXA Winterthurstellen Unfalldatenspeicher eine bessere Alternative dar, da Dashcams nur ein „eingeschränktes Sichtfeld“ liefern würden.[15]

Russische Föderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dashcam-Aufnahme des Meteors von Tscheljabinsk

In Russland ist der Einsatz von Dashcams sehr weit verbreitet. Daraus resultierende skurrile oder drastische Aufzeichnungen wurden zum Internetphänomen.[16] Besonders Dashcam-Aufnahmen vom Meteor von Tscheljabinsk2013 haben zur Bekanntheit der Geräte in westeuropäischen Ländern beigetragen.

Zu den Gründen für die hohe Verbreitung werden häufige Unfallfluchten, korrupte Verkehrspolizei und vorgetäuschte oder provozierte Unfälle von Erpresserbanden gezählt. Aufnahmen von Dashcams wurden vor russischen Gerichten als Beweis akzeptiert und werden durch niedrigere Haftpflicht-Versicherungsprämien attraktiv.[17][18][19]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbritannien bieten einzelne KFZ-Versicherungen Rabatte an, wenn der Versicherungsnehmer eine Dashcam installiert.[20]

 

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Dashcam 21.08.2018